Welche Faktoren begünstigen das Entstehen der Parodontitis?

 

1.

Unausgewogene Ernährung und dadurch bedingter Vitaminmangel

2.

Falsche Pflege der Mundhygiene

3.

Rauchen

4.

Genetische Veranlagung

5.

Stress

6.

Schwangerschaft

7.

Allgemeinerkrankungen (z.B. Diabetes)

 

 

Welche Folgen kann die Parodontitis haben?

Hier muss man unterscheiden zwischen:

 

Folgen für das Kauorgan

Der Zahnfleischrückgang bringt zunächst ästhetische Probleme mit sich, freiliegende Zahnhälse und Wurzelanteile neigen zu Sensibilität und Karies. Im fortgeschrittenen Stadium kommt es zu Zahnlockerung und -wanderung, später zu Zahnverlust.

Um Zähne, Zahnfleisch und Kieferknochen zu erhalten, ist eine Parodontitis-Therapie der erste Schritt zu gesunden Zähnen und einer wieder ausgeglichenen Mundflora.

Die prothetische Versorgung ist dann oft problematisch, weil die verbleibenden Zähne nicht belastbar sind und nicht als Brückenpfeiler in Frage kommen. Eine Implantatbehandlung ist dann meist die einzige Möglichkeit, die volle Kaufunktion zu erhalten.

 

Auswirkungen auf den Gesamtorganismus

Aufsehen erregt haben neueste gesicherte Forschungsergebnisse, nach denen an Parodontitis erkrankte Personen ein zwei- bis dreifach höheres Risiko haben, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Als Ursache der Blutgerinnsel wurde eine Ausschwemmung in die Blutbahn der in den Zahnfleischtaschen angesiedelten anaeroben Parodontitiskeime nachgewiesen. Erwiesen ist ebenfalls, dass schwangere Frauen mit ausgeprägter Parodontitis ein achtfach höheres Risiko einer Früh- oder Fehlgeburt haben.

 

 

Parodontitis-Therapie

 

Die erste Behandlungsphase (Initialtherapie) bei Parodontitis (umgangssprachlich: Parodontose) zielt darauf ab, die Mundhygiene zu verbessern. Die Dentalhygienikerin entfernt Zahnstein und Beläge, poliert die Zahnoberflächen und gibt Ihnen eine individuelle Beratung, wie und mit welchen Hilfsmitteln Ihre tägliche Mundhygiene optimiert werden kann. Bei guter Mitarbeit des Patienten führt die Initialbehandlung meist schon zu einer deutlichen Verbesserung des Befundes und des Entzündungsgrades.

 

Bakterien- und Keimtest

Mit sterilen Papierspitzen werden Proben aus den tiefen Zahnfleischtaschen entnommen und an ein mikrobiologisches Labor gesandt. Bereits nach wenigen Tagen erhalten wir eine detaillierte Analyse (Antibiogramm) über Anzahl und Art der Bakterienstämme, die die Zahnfleischtaschen besiedeln und schädigen. Mit Hilfe dieser Analyse kann eine individuelle Therapie ausgearbeitet werden, um die sehr widerstandsfähigen Keime abzutöten. Je nach Befund kann der Einsatz von Antibiotika nötig und sinnvoll sein.

Mit sterilen Papierspitzen werden Proben aus den tiefen Zahnfleischtaschen entnommen und an ein mikrobiologisches Labor gesandt. Bereits nach wenigen Tagen erhalten wir eine detaillierte Analyse (Antibiogramm) über Anzahl und Art der Bakterienstämme, die die Zahnfleischtaschen besiedeln und schädigen. Mit Hilfe dieser Analyse kann eine individuelle Therapie ausgearbeitet werden, um die sehr widerstandsfähigen Keime abzutöten. Je nach Befund kann der Einsatz von Antibiotika nötig und sinnvoll sein.

Deep Scaling

Der nächste Behandlungsschritt ist das sog. „Deep Scaling“, das bedeutet eine gründliche Reinigung der unter dem Zahnfleischniveau gelegenen Taschen und Wurzeloberflächen. Diese Reinigung erfolgt schmerzfrei unter örtlicher Betäubung und wird schonend mittels modernster Ultraschall-Geräte durchgeführt. Zusätzlich werden antibakterielle Substanzen eingesetzt, um den Effekt der mechanischen Reinigung zu verstärken.

Laser

Im Anschluss an die Wurzelreinigung und Glättung wird der Laser eingesetzt. Der in unserer Klinik eingesetzte Chirurgie-Laser, ein gepulster Diodenlaser der neuesten Generation, leistet hervorragende Dienste auch in der Behandlung der Parodontitis. Sein gebündelter, präziser Strahl ist so energiereich, dass in seinem Einwirkungsbereich sämtliche Mikroorganismen sofort abgetötet werden. Dabei ist die Behandlung für den Patienten schmerzfrei und nicht belastend.

Ozon

Mit einer Ozonbehandlung während, vor oder nach der Parodontaltherapie können die infizierten Zahnfleischtaschen effektiv und biokompatibel und ohne Nebenwirkungen schonend antibakteriell behandelt werden.

Chirurgische Parodontitistherapie

Wenn nach Anwendung aller konservativen Behandlungsmethoden immer noch tiefe Zahnfleischtaschen festgestellt werden, muss die operative Therapie erwogen werden. Ziel der chirurgischen Eingriffe ist die Wurzelglättung und Cürettage unter Sicht sowie die Beseitigung von Bakterienschlupfwinkeln, tiefen Zahnfleisch- und Knochentaschen, auch mit Laserunterstützung.

Mit der modernen GBR (Guided Bone Regeneration) bzw. GTR (Guided Tissue Regeneration) ist es erstmals möglich, nicht nur die Parodontitis zu stoppen, sondern auch verloren gegangenen Knochen wieder aufzubauen. Die Knochenkrater werden dabei mit Eigenknochen gefüllt und mit einer Membran abgedeckt. Unter dem Schutz der Membran wird der Knochen vollständig umgebaut und inkorporiert. Durch die Zahnfleisch- und Knochenzüchtung können die ästhetischen Nachteile einer Parodontitiserkrankung häufig wieder korrigiert werden.

Die (sog.) Rot-Weiss-Ästhetik, das Verhältnis zwischen Zahn und Zahnfleisch kann mit Hilfe von Transplantaten aus Bindegewebe, Schleimhautgewebe oder Knochen wieder hergestellt werden. Parodotaloperationen werden schmerzlos in Lokalanästhesie durchgeführt, bei sehr ängstlichen Patienten kann die Lachgasanalgesie hilfreich sein.

Nachsorge (Recall)

Nach der aktiven Behandlungsphase wird der Parodontalpatient in unserem Nachsorgeprogramm (Recall) zu regelmäßigen Kontrollsitzungen und zur professionellen Zahnreinigung bei der Dentalhygienikerin eingeladen. Je nach Schwere des Krankheitsbildes, individueller Mundhygiene und parodontaler Resistenz kann der Abstand zwischen den Recall-Sitzungen 2-6 Monate betragen. Diese professionelle Betreuung zusammen mit einem individuell auf Sie abgestimmten Heimpflegekonzept ist der eigentliche Schlüssel zur Wiederherstellung und Aufrechterhaltung Ihrer Mundflora.

 

Vorteile auf einen Blick

 

√ Initialtherapie, gezielte Behandlung zur Optimierung der Mundhygiene

√ Bakterientest zur Bestimmung von Art und Anzahl

√ Deep Scaling, gründliche Reinigung unter dem Zahnfleischniveau

√ Individuelle Beratung zur Heimpflege in unserem Dental-Wellness-Bereich

√ Lasertherapie

√ Ozonbehandlung

√ Regeneration von Zahnfleisch und Knochen

√ individuell interdisziplinär abgestimmte Therapie